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Finde ein Publikum, das deine Begeisterung für die Darstellenden Künste teilt, offen und meinungsstark ist.

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Beziehe dein Publikum ein – mit Herz, Leidenschaft und besonderen Produktionen.

Gut zu wissen

Im Folgenden viel Wissenswertes
zum Thema Audience Development.

Ein Publikum langfristig binden, neue Besuchergruppen gewinnen und diese zu einem kulturellen Erlebnis und Austausch motivieren – Audience Development ist eine Strategie, die auf eine aktive und engagierte Community abzielt, die das Interesse an einem Kulturangebot aufrechterhält und fördert. Dabei zeichnet sich Audience Development durch einen integrativen Ansatz aus, der Elemente des Kulturmarketings und der Kulturvermittlung vereint. Auch geht es darum, die Bedürfnisse, Interessen und Verhaltensweisen der Kulturinteressierten (immer besser) zu verstehen.

Neue Besuchergruppen gewinnen heißt: Das Publikum soll vielfältiger werden. Dabei geht es auch darum Menschen zu erreichen, die aufgrund ihrer sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründe für gewöhnlich nicht an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen.

Zusätzlich zielt Audience Development auf positive Imageeffekte ab. Die breite Bevölkerung soll Kultureinrichtungen als bedeutsame Orte wahrnehmen und einer öffentlichen Kulturförderung zustimmen, auch wenn sie dessen Angebote selbst (noch) nicht nutzen.

Ein Audience Development ist langfristig ausgelegt. Dadurch dass sich die Interessen und Bedürfnisse der Besucher:innen mit steigender Beteiligung, Identifikation und Bildung verändern, sind die Kultureinrichtungen gefragt ihr Leitbild und Programm immer wieder anzupassen. So wirkt ein Audience Development nicht nur auf das Publikum ein, sondern auch auf die Kulturschaffenden zurück.

Eine Community ist eine Gruppe von Menschen, die gemeinsame Werte, Erfahrungen und Interessen teilt und sich regelmäßig austauscht. Community Building ist ein Prozess, bei dem eine Gruppe von Menschen zusammenkommt, um gemeinsam etwas zu schaffen oder Probleme zu lösen. Das erfordert eine klare Vision, offene Kommunikation und gemeinsame Werte.

Ein Community Building soll es Kulturinteressierten und Kultureinrichtung ermöglichen sich zu vernetzen, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu lernen. Ein erfolgreiches Community Building erfordert Engagement, Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Pflege der Gemeinschaft – für gegenseitiges Vertrauen und ein respektvolles Miteinander.

Kultureinrichtungen können als Treffpunkt und Ort des Austauschs für Gemeinschaften dienen, soziale Bindungen fördern und eine Art Fixpunkt im Leben der Beteiligten sein.

Community Building ist obligatorisch für ein erfolgreiches Audience Development. Denn nur mit einer engagierten Gemeinschaft kannst du das Interesse an deinem Kulturangebot nachhaltig steigern und ein Stammpublikum aufbauen.

Idealerweise entsteht der Kontakt zum Publikum nicht erst dann, wenn dieses bereits den Weg an die Spielstätte gefunden hat. Am besten suchst du potenzielle Besucher:innen an jenen Orten auf, an denen es sich im Alltag bewegen: an öffentlichen Plätzen, im Nahverkehr, in Einkaufszentren, Parks, Bildungseinrichtungen, Jugendtreffs und sozialen Netzwerken.

Auch ist es wichtig, die Menschen bei jenen Themen abzuholen, die ihrer Lebenswirklichkeit entsprechen, etwa Gesellschaft, Persönlichkeitsentwicklung, Schule, Beruf, Umwelt, Natur, Politik, Freizeit, Sport.

In einer Community erfährst Du unmittelbare Kritik, die dir dabei hilft, dein Angebot zu verbessern und neue Marketingstrategien zu entwickeln. Eine starke Gemeinschaft kann auch dazu beitragen, deine Spielstätte als Ort der Begegnung zu verstehen und so das Interesse neuer Besucherkreise zu wecken.

Unter Kulturvermittlung versteht man die Förderung der kreativen Entwicklung und der persönlichen Entfaltung durch künstlerische und kulturelle Aktivitäten. Dabei geht es um neue Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten sowie um die Förderung sogenannter weicher Faktoren wie sozialer Kompetenz.

Gegenstand der Kulturvermittlung ist auch das Wissen über die kulturelle Vielfalt und die Förderung interkultureller Kompetenz. Das bedeutet, dass Menschen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Kulturen zu verstehen und schätzen lernen.

Eine Kulturvermittlung fördert die kulturelle Bildung von Menschen. Sie wirkt sich positiv auf ein Audience Development aus, da sie das Interesse des Publikums an kulturellen Veranstaltungen und Angeboten steigert. Indem Menschen die Möglichkeit gegeben wird, verschiedene kulturelle Ausdrucksformen zu erleben, können sie ein tieferes Verständnis für die kulturelle Bedeutung dieser Formen entwickeln.

Eine Kulturvermittlung ist dann besonders erfolgreich, wenn sie langfristig angelegt ist und Menschen aus verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründen erreicht.

Unter Kultur-PR versteht man eine Öffentlichkeitsarbeit, die darauf abzielt, das Image einer kulturellen Einrichtung oder eines kulturellen Angebots zu verbessern und/oder neue Besuchergruppen zu gewinnen. Dafür bedient sie sich verschiedener Instrumente und Maßnahmen, wie Pressemitteilungen und Social-Media-Kampagnen.

Kultur-PR ist unerlässlich für ein erfolgreiches Audience Development. Denn nur wenn du auf dich und dein Angebot aufmerksam machst, hast du die Chance neue Besuchergruppen zu gewinnen und ein loyales Stammpublikum aufzubauen.

Eine gezielte Kultur-PR-Kampagne kann dazu beitragen, das Interesse und die Aufmerksamkeit potenzieller Besucher:innen zu wecken und ihr Vertrauen in das kulturelle Angebot zu stärken. So kannst du Besucherzahlen steigern und langfristige Beziehungen zu Kulturinteressierten pflegen.

Darüber hinaus kann dir eine Kultur-PR dabei helfen, in den Dialog mit deinem Publikum zu treten. Indem du auf die Bedürfnisse und Interessen der Besucher:innen eingehst und sie aktiv in die Gestaltung von Angeboten und Programmen einbezieht.

Eine klare Positionierung und eine gute Vernetzung mit relevanten Partner:innen und Medien in der Region sind ebenfalls wichtig, um die Sichtbarkeit und Reputation deines kulturellen Angebots zu steigern.

Häufig werden die Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Kulturinteressierten nicht ausreichend berücksichtigt. Es ist zwar sinnvoll, sich auf ein Kernpublikum zu konzentrieren. Doch es ist mindestens genauso wichtig, immer wieder neue Perspektiven einzunehmen und die Besucher:innen nicht in starre Kategorien zu unterteilen.

Oft wird auch vernachlässigt, dass das Audience Development ein kontinuierlicher Prozess und nicht nur eine einmalige Marketingkampagne ist. Es geht nicht nur darum, neue Besuchergruppen zu gewinnen, sondern auch darum, das vorhandene Publikum zu binden und ihr Engagement und ihre Loyalität zu fördern. Am besten fragst du die Meinungen und Bedürfnisse deiner Besucher:innen regelmäßig ab und beziehst sie in deine Planungen ein.

Ein weiterer Aspekt, der beim Audience Development häufig zu kurz kommt, ist die Zusammenarbeit mit anderen Kulturschaffenden in der Region. Eine stärkere Vernetzung und Kooperation kann dazu beitragen, ein breiteres Publikum anzusprechen und eine aktive Gemeinschaft an Kulturinteressierten aufzubauen.

Auch innerhalb deiner Organisation ist die Zusammenarbeit wichtig. Ein Audience Development kann nur funktionieren, wenn alle Abteilungen und Personen an der Umsetzung beteiligt sind. Deshalb ist es sinnvoll, Audience Development in das Leitbild deiner Kultureinrichtung aufzunehmen und als Querschnittsaufgabe zu verstehen.

Hinzu kommt: Mit einem „gelebten“ Audience Development machst du dich und deine Kulturarbeit attraktiver für öffentliche Förderer.

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Diese Website liefert dir Denkanstöße und Impulse für ein Audience Development. Mit vielen Beispielen aus der Praxis und angefangen bei der Frage:

Wie gut kennst du dein Publikum eigentlich?

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Förderung

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.